Kalorienrechner Stillzeit – Kalorienbedarf
beim Stillen berechnen

Berechne deinen persönlichen Kalorienbedarf – abgestimmt auf deine Stillmenge, Aktivität und dein Ziel.

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Gesamtbedarf kcal/Tag
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Warum ist der Kalorienbedarf in der Stillzeit höher?

Muttermilch zu produzieren ist tatsächlich anstrengend für den Körper, auch wenn man davon nichts merkt außer dem Hunger. Beim Vollstillen sind das ungefähr 500 Kalorien, die da jeden Tag draufgehen, manchmal etwas mehr, manchmal weniger. Genau deswegen haben viele frischgebackene Mütter so einen Bärenhunger, vor allem in den ersten Monaten.

Voll stillend? Dein Körper verbrennt täglich rund 500 kcal allein für die Milchproduktion.

Wenn du zu wenig isst, fährt dein Körper nicht etwa die Milch herunter, sondern holt sich die Energie erstmal von dir selbst. Bei einem kleinen Defizit ist das auch genau das, was viele Mütter dann beim Stillen automatisch abnehmen lässt, weil die Fettreserven aus der Schwangerschaft langsam abgebaut werden. Wer es aber übertreibt und zu stark hungert, riskiert irgendwann beides: Die Milchmenge geht zurück und gleichzeitig fehlen dir wichtige Nährstoffe für deine eigene Erholung.

Sicher abnehmen in der Stillzeit – was ist möglich?

Die häufigste Frage ist wahrscheinlich, ob man überhaupt abnehmen darf, solange man stillt. Die ehrliche Antwort: Ja, das geht, nur eben nicht in den ersten Wochen und auch später nicht im Crash-Tempo. Die meisten Hebammen empfehlen, mindestens bis Woche sechs oder acht nach der Geburt zu warten, bevor man bewusst Kalorien reduziert, weil dein Körper bis dahin noch ziemlich mit Heilung beschäftigt ist.

Beim Vollstillen kannst du dich an einem Defizit von etwa 300 kcal pro Tag orientieren, beim Teilstillen sind so 400 kcal okay, und nach dem Abstillen sind 500 kcal kein Problem mehr. Viel mehr abzuziehen bringt erfahrungsgemäß nichts: Du fühlst dich erschöpft, die Milchmenge geht zurück, und meistens isst man dann abends doch wieder alles in sich hinein.

1,6 g Protein pro kg Körpergewicht täglich schützt deine Muskelmasse und hält dich länger satt. In der Rückbildungsphase macht das einen echten Unterschied.

Beim Eiweiß lohnt es sich, etwas drauf zu achten: Hülsenfrüchte, Eier, Fisch, Nüsse, Vollkornprodukte sind gute Quellen, und ein Becher Magerquark zwischendurch macht oft schon einiges aus. Wenn du das mit einem Rückbildungskurs oder einfach täglichen längeren Spaziergängen kombinierst, reicht das bei den meisten Müttern völlig aus. Wer keinen Kurs in der Nähe findet, kommt mit Beckenboden-Trainingskarten * für zuhause gut weiter.

Kalorienbedarf stillen berechnen: so funktioniert der Rechner

Im Hintergrund läuft die Mifflin-St-Jeor-Formel, mit der dein Grundumsatz aus Gewicht, Körpergröße, Alter und Geschlecht abgeschätzt wird. Auf diesen Wert kommt dann dein Aktivitätsfaktor obendrauf und schließlich noch der Stillzuschlag, also etwa 500 kcal beim Vollstillen und entsprechend weniger, wenn du schon zugefüttert hast. Am Ende steht eine Zahl, die ziemlich gut zu deinem konkreten Alltag passt und nicht einfach ein gemittelter Wert aus irgendeiner Tabelle ist.

Häufige Fragen

Wie viele Kalorien brauche ich beim Stillen?

Eine Pauschalantwort gibt es da nicht, weil dein Grundumsatz, wie viel du dich bewegst und wie viel du gerade stillst alles zusammenspielt. Beim Vollstillen rechnet die DGE mit ungefähr 500 kcal Mehrbedarf pro Tag, und unterm Strich kommen die meisten Mütter dann irgendwo zwischen 1.800 und 2.600 kcal raus. Wenn du eine konkretere Zahl willst, kannst du den Rechner oben kurz ausfüllen.

Kann ich beim Stillen Diät machen?

Von strengen Diäten würde ich dir in der Stillzeit klar abraten. Ein moderates Defizit von etwa 300 kcal pro Tag ist beim Vollstillen aber gut machbar, ohne dass die Milchproduktion leidet, und damit verlierst du im Schnitt rund 0,5 kg im Monat. Sinnvoll ist es, frühestens sechs bis acht Wochen nach der Geburt damit anzufangen, wenn dein Körper sich ein bisschen erholt hat. Und denk an genug Eiweiß, sonst baust du gleichzeitig Muskelmasse ab, was du später ungern wieder aufholst.

Ab wann kann ich mit Rückbildung anfangen?

Ganz sanfte Beckenbodenübungen kannst du in der Regel schon in den ersten Tagen wieder machen, sofern alles glatt verlaufen ist. Mit einem richtigen Rückbildungskurs solltest du dir dagegen sechs bis acht Wochen Zeit lassen, nach einem Kaiserschnitt eher acht bis zwölf, und zwar erst nach Freigabe deiner Hebamme oder Ärztin. Spaziergänge brauchen keine Freigabe, da kannst du im eigenen Tempo loslegen, sobald es sich für dich gut anfühlt.

Welche Lebensmittel sind in der Stillzeit besonders wichtig?

Wenn ich auf vier Nährstoffe achten müsste, wären es Eiweiß (also Hülsenfrüchte, Eier, Fisch), Omega-3-Fettsäuren aus Lachs oder Walnussöl, Calcium aus Milchprodukten oder Brokkoli und Eisen aus Linsen oder rotem Fleisch. Trinken bitte nicht vergessen, zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßter Tee pro Tag sind ein guter Richtwert. Alkohol würde ich in der Stillzeit ganz weglassen, und auch beim Kaffee lieber nicht über zwei bis drei Tassen am Tag gehen.

Wann nehme ich in der Stillzeit ab?

Bei manchen läuft das ganz von alleine in den ersten Monaten, bei anderen passiert wochenlang gar nichts auf der Waage. Das kann an Wassereinlagerungen liegen, an mehr Hunger durch die Hormone oder einfach am unregelmäßigen Schlaf, das ist alles im normalen Bereich. Bei vielen Frauen kommt zwischen dem dritten und sechsten Monat sowieso langsam Bewegung in die Sache, und wenn du dann noch mit einem kleinen Defizit und ein bisschen mehr Bewegung nachhilfst, klappt es meistens auch ohne dass die Milch darunter leidet.

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